Exkursion in den Schwarzwald

Mitte April ging es Richtung Süden in den Schwarzwald. Bei bestem Wetter zeigte sich früh die erste Ringelnatter (Natrix natrix).
Ein stattliches Exemplar bewegte sich langsam über den moosbewachsenen Waldboden.
Als ich weiter wanderte hörte ich aus einiger Entfernung eines der schönsten Geräusche, das man sich als Naturfotograf wünschen kann:
Das dumpfe Brummen der Grasfrösche! Aufgrund der Lautstärke war sofort klar, dass es sich um viele Frösche handeln musste.

Durch diesen Klang angetrieben ging es mit beschleunigtem Schritt vorwärts. Angekommen stellte sich das Laichgewässer als große Schmelzwasser-Pfütze heraus. Grasfrösche (Rana temporaria) waren -wie bereits akkustisch angekündigt- zahlreich vorhanden. Sie zeigten so gut wie keine Scheu und ließen sich nicht stören. Schwer war es sich von diesem Naturschauspiel loszueisen, aber nach einigen Aufnahmen ging es weiter.

Immer mal huschten Waldeidechsen (Zootoca vivipara) durch das trockene Laub. Eine weitere Ringelnatter wagte sich aus ihrem Versteck um sich in der Sonne aufzuwärmen. Auch ein paar Kreuzottern (Vipera berus) konnte ich beobachten. Es waren allesamt melanistische Exemplare, welche auch als "Höllenottern" bezeichnet werden. Durch das Gestrüpp hindurch konnte ich zum Abschluss noch dokumentieren wie sich eine Ringelnatter und eine Kreuzotter in unmittelbarer Nähe zueinander sonnten. So endete eine erfolgreiche Tagesexkursion in den schönen Schwarzwald.